Von 1-10 - Wie Sie sich mit Skalierungsfragen verbessern können


Eine Frage habe ich an Sie, bevor Sie hier weiterlesen: Vertrauen Sie mir? Diese Frage mag seltsam klingen, aber ich brauche ein minimales Grundvertrauen von Ihnen, um Sie durch diesen Artikel hier zu führen. Warum? Weil dies hier kein gewöhnlicher Artikel ist, sondern ein Mitmach-Beitrag, der ein ganz klein wenig Engagement und ein kleines bisschen Vertrauen von Ihnen verlangt. Aber dafür haben Sie am Ende auch mehr davon – versprochen!

Also, schätzen Sie doch bitte kurz auf einer Skala von 1 bis 10 (1 heißt gar nicht und 10 heißt ganz und gar) ein, wie sehr Sie mir in diesem Moment vertrauen:

1xx2xx3xx4xx5xx6xx7xx8xx9xx10


Wenn Sie jetzt eine Zahl haben, fragen Sie sich doch mal, was Sie selbst in diesem Moment tun könnten, um mir noch einen Punkt mehr zu geben. Fragen Sie sich vielleicht auch ganz kurz, wie dieser Text für Sie weitergehen müsste, damit Sie mir diesen zusätzlichen Vertrauenspunkt geben. Und wenn, nur wenn, Sie dazu bereit sind, dann geben Sie mir einen Punkt mehr und lesen Sie weiter.

Nun haben Sie schon einen kleinen Einblick darin erhalten wie man mit sogenannten Skalierungsfragen Zustände verbessern kann. Sie können mit Skalierungsfragen mehr Genauigkeit in vage Themen hinein bekommen und innere sowie äußere Zustände verbessern.

Haben Sie Lust, das einmal auszuprobieren? Dann suchen Sie sich jetzt ein persönliches Thema aus, dem Sie sich widmen wollen, solange Sie diesen Artikel hier lesen. Beispiele dafür können sein:

  • Sie möchten mehr Selbstvertrauen entwickeln
  • Sie möchten besser Nein-Sagen können
  • Sei möchten sich besser durchsetzen können
  • Sie möchten entspannter arbeiten
  • Sie möchten gelassener sein
  • Sie möchten das Verhältnis zu Ihrem Chef/ Ihrem Kollegen verbessern

Da Sie mir jetzt ein bisschen mehr vertrauen, möchte ich Sie bitten erst weiter zu lesen, wenn Sie sich für ein Thema entschieden haben.

Wenn Sie sich ein Thema gesucht haben, schätzen Sie auf einer Skala von 1 bis 10 ein, wie sehr dieser erwünschte Zustand oder die erwünschte Fähigkeit in diesem Moment schon zutrifft. Bei Selbstvertrauen: Wieviel Punkte geben Sie sich für Ihren jetzigen Zustand?

1xx2xx3xx4xx5xx6xx7xx8xx9xx10

Sie haben also jetzt eine Zahl. Wenn Sie möchten, können Sie den Kurser dort liegen lassen. Wenn Ihre Zahl höher als 1 liegt, fragen Sie sich doch einmal einen Moment, wie Sie es geschafft haben auf diese Zahl zu kommen. Ein Beispiel: Sie wollen die Beziehung zu Ihrem Kollegen verbessern und bewerten die Beziehung derzeit mit 3. Was haben Sie selbst dazu beigetragen, dass Sie Ihren Zustand oder Ihre Fähigkeit auf 3 einschätzen und nicht etwa 2? Dass es auf Drei liegt, verdanken Sie vielleicht der Tatsache, dass Sie ihn heute gegrüßt haben, ihn haben ausreden lassen und eine Mail von ihm beantwortet haben. Um zu erfahren, was Ihr eigener Anteil dabei ist, dass der Zustand ist wie er ist, rate ich Ihnen einmal kurz die Augen zu schließen und sich auf Ihrer inneren Leinwand anzusehen, was Sie dazu beigetragen hat.

Ist ihr Thema zum Beispiel Gelassenheit und Sie haben sich darin eine 3 gegeben, dann fragen Sie sich jetzt, was Sie tun, denken oder fühlen könnten, damit Sie einen Punkt auf der Skala nach oben rutschen. Wussten Sie, dass sich schon ein entspannter Zustand einstellt und sich die Gehirnwellen verlangsamen, wenn Sie einfach nur die Augen schließen? Diese als angenehm empfundenen sogenannten Alpha-Wellen treten auch in kreativen Prozessen auf. Ideen fließen oft entspannter und freier, wenn Sie einfach nur die Augen schließen. Daher empfehle ich Ihnen für einen Moment die Augen schließen, sich entspannt zurücklehnen und sich einfach überraschen zu lassen, welche Antworten in Form von Bildern, Worten, oder Ideen vor Ihrem inneren Auge auftauchen.

Wenn Sie jetzt eine oder zwei Antworten haben, freuen Sie sich zunächst darüber, dass Sie den nächsten Schritt kennen. Möchten Sie jetzt vielleicht noch weiter gehen?

Dann schließen Sie noch mal die Augen und fragen Sie sich, was Sie denken, fühlen, tun, verändern oder lassen müssten, um noch einen Punkt nach oben zu rutschen. Soweit so gut! Das Prinzip haben Sie jetzt verstanden… Bravo! Skalierungsfragen kann man im Umgang mit sich selbst, mit Kunden, mit Mitarbeitern in Teambesprechungen und in Paarbeziehungen anwenden. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt:

    Wie zufrieden sind Sie mit dem Service auf einer Skala von 1 bis 10?
    Was müsste ich Ihrer Ansicht nach tun, damit ich von Ihnen einen Punkt mehr bekomme?
    Was müssen wir in dem Projekt tun, um in puncto Effizienz von 4 auf 5 zu kommen?
    Was müssen wir lassen, damit wir nicht auf 3 abrutschen?
    Wie wahrscheinlich ist es, dass die geplante Maßnahmen uns von 5 auf 6 bringt?
    Was müssten wir tun, damit die Kundenzufriedenheit von 7 auf 4 fällt?
    Wie können wir vermeiden, dass Sie von 7 auf 4 fällt?
    Wie zufrieden bist du mit der Kommunikation in unserer Beziehung?
    Wie können wir von 7 auf 8 kommen?

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und Ihre Bereitschaft, sich auf diesen Mitmach-Artikel einzulassen. Und wenn Sie mir noch einen letzten Gefallen tun wollen, dann geben Sie mir doch bitte ein kleines Feedback: Wie hilfreich war dieser Artikel für Sie auf einer Skala von 1 bis 10?